Freude entsteht
und auch Leid;
Freude hört auf
und auch Leid.
Gefühle bedingt durch Kontakt
Verlangen bedingt durch Gefühle
mein Selbst entsteht und vergeht
die Augen sehen Formen
die Ohren hören Töne
die Nase riecht
die Zunge schmeckt
der Körper berührt
der Geist denkt
Bewusstsein
Kontakt, Gefühl
und Verlangen
nach Identität
das bin nicht ich
das ist nicht meins
das ist nicht mein Selbst
Aufhören der Identität
Ende des Leidens
es ist möglich
angenehm
schmerzhaft
weder noch
desillusioniert
losgelöst
befreit.
Gib das Unheilsame auf
verstehe, bemühe dich
entwickle Heilsames
Ruhe und Erkenntnis
realisiere Befreiung
das leere Wissen
glücklich und froh
übe Tag und Nacht
heilsame Zustände.
– inspiriert von den Suttas Puṇṇovāda, Chachakka und Piṇḍapārisuddhi
(Majjhima Nikaya #145, #148 und #151)
“On the sill of infinity” – hier noch dort noch dazwischen
Unbeirrbare Gelassenheit
“Wer abhängig ist, ist unentschlossen; wer unabhängig ist, ist nicht unentschlossen; wo es keine Unentschlossenheit gibt, herrscht Ruhe; wo Ruhe herrscht, gibt es keine Voreingenommenheit; wo keine Voreingenommenheit herrscht, gibt es kein Kommen und Gehen; wo kein Kommen und Gehen herrscht, gibt es kein Vergehen und Wiedererscheinen; wo kein Vergehen und Wiedererscheinen herrscht, gibt es weder hier noch jenseits noch dazwischen. Dies ist das Ende des Leidens.”
“Wenn man sich wünscht: ‘Möge ich so verweilen, dass ich im Abstossenden das Nicht-Abstossende wahrnehme,’ dann verweilt man so, dass man im Abstossenden das Nicht-Abstossende wahrnimmt. Wenn man sich wünscht: ‘Möge ich so verweilen, dass ich im Nicht-Abstossenden das Abstossende wahrnehme,’ dann verweilt man so, dass man im Nicht-Abstossenden das Abstossende wahrnimmt. Wenn man sich wünscht: ‘Möge ich so verweilen, dass ich das Nicht-Abstossende im Abstossenden und im Nicht-Abstossenden wahrnehme,’ so verweilt man darin und nimmt das Nicht-Abstossende wahr. Wenn man sich wünscht: ‘Möge ich so verweilen, dass ich das Abstossende im Nicht-Abstossenden und im Abstossenden wahrnehme,’ so verweilt man darin und nimmt das Abstossende wahr. Wenn man sich wünscht: ‘Möge ich, sowohl das Abstossende als auch das Nicht-Abstossende meidend, in Gleichmut verweilen, achtsam und voll bewusst,’ so verweilt man in Gleichmut gegenüber dem, achtsam und voll bewusst. So ist man ein Edler mit entwickelten Fähigkeiten.”
— Majjhima Nikāya – the middle length discourses of the Buddha, übersetzt aus dem Pali von Bhikkhu Ñāṇamoli und Bhikkhu Bodhi – Channovāda Sutta, #144.11, p. 1116 und Indriyabhāvanā Sutta, #152.11-16, p. 1150
Freude oder Leid – eine Wahl von Blüten!


