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Es gibt genug.
Und trotzdem gibt es immer noch mehr.
Nie zu wenig.
Und nie zu viel.
Auch wenn es nur wenige so sehen.
Die meisten sehen einerseits nicht genug,
und andereseits zu viel.
Aber wirklich, es gibt ein Gleichgewicht.
Es ist in jedem Moment neu und anders.
Es bleibt nie dasselbe.
Es fliesst – im Fluss.
Er klingt – im Klang.
Es leuchtet – im Licht.
Es liebt – in der Liebe.
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Viele zögern, bevor sie um eine Ecke biegen.
Im Versuch, nach vorne zu schauen und zu sehen, was da ist.
Dann wage einzutauchen und zu sehen, was wirklich da ist.
Oder ziehe dich zurück und frage dich, was es hätte sein können.
Freilich ist es vorzuziehen, voran zu schreiten.
Und herauszufinden, zu erforschen, zu erfahren.
So kann man wirklich wissen.
Und dann schweigen.
Denn es gibt nichts zu diskutieren.
Es ist, was es ist.
Jemand, der dies noch nicht erlebt hat
kann spekulieren und sich fragen, was es sein könnte.
Aber einmal erlebt, hat es keinen Sinn
weiter zu spekulieren;
noch bringt es viel
für die, die sich noch zurückhalten
um eine Ecke zu biegen,
ausser zur Ermutigung
vorwärts zu gehen und nicht zurückzuweichen,
weiter zu erforschen und herauszufinden
für sich selbst und für alle.
***
Nicht um viel zu sagen,
sondern um zu sein,
lächelnd,
vielleicht singend oder tanzend.
****Das Ganze – nicht das Fehlende
Manchmal muss früher oder später eine Lücke geschlossen, gestopft oder anderweitig behandelt werden – wenn man das Ganze verwirklichen will. Etwas Fehlendes, ein Loch kann ignoriert werden. Die Chancen stehen aber gut, dass es dann grösser wird und man hineinfallen könnte. Bei einem grossen Loch könnte Hilfe nötig sein, um wieder herauszukommen, wenn man hinein gestolpert ist. Jeweils steht Hilfe zur Verfügung – so viel wie nötig, nicht mehr und nicht weniger. Das Leben und die Liebe sind genau bemessen, wie es die Seele von jenseits der Dualität erkennen kann.
Es gibt weder Gut noch Böse. Das ermöglicht es, das Gute vom Schlechten, das Schlechte vom Guten besser zu trennen. Gleichzeitig kann man erkennen, dass das Böse im Guten und das Gute im Bösen ist, solange es oder man in der Dualität verweilt. Deshalb ist es ein erstrebenswertes Ziel, über die Dualität hinauszugehen, besonders wenn man in ihr lebt.

Alles war eins
Es war ein nützliches Paradox, das Tempo zu verlangsamen, um mehr zu erreichen, um soweit möglich aufzuholen. Sich um eine Sache zu kümmern, bedeutete jedoch, sich nicht um eine andere zu kümmern – um alle anderen. So schien es immer etwas anderes zu geben, das sich ansammelte, wenn man sich um etwas kümmerte. Es sei denn, die eine Sache wurde alles, und alles war eins.

Jenseits des Punkts, von dem es kein Zurück mehr gibt
Wenn man über den Punkt hinausgeht, an dem es kein Zurück mehr gibt, kann man nur noch weitergehen, weiter und immer weiter. Ein gegebenes Versprechen ist es, nicht aufzugeben, sondern auf jeden Fall weiterzugehen. So kann man vielleicht ausgeschlossen, geächtet, verbannt werden – es spielt keine Rolle. Man kann verachtet oder verehrt werden – es gibt kaum einen Unterschied. Der eigene Raum ist der eigene, er war es immer und wird es immer sein.
Faszinierend aber ist die gegenseitige Überschneidung mit anderen, was in den gemeinsamen Raum gestellt, mitgeteilt und weitergegeben werden kann. Dies erschliesst den überwältigenden Reichtum dessen, was jeder darbietet, und die Herausforderung der Auswahl was zu erforschen.
Was ist es wert, was hebt an und heilt? Wer gibt mehr und nimmt weniger? Was ist im Gleichgewicht und in Harmonie? Wer sieht das Glas halb voll und wer halb leer? Und wer ist glücklich, einfach nur ein Glas zu haben?
Dankbarkeit ist am besten für alles, was es gibt; und Verschwiegenheit schützt. Aber sich zu Wort zu melden ermöglicht es, Einsichten und Erfahrungen weiterzugeben und auszutauschen, gemeinsam zu erforschen, und für alle und jeden Einzelnen, im Leben und in der Liebe voranzukommen und zu sehen, wie Gott jeden Moment verwirklicht.

Glückstag!
Glückstag!
Es ist ein neuer Moment.
Er mag mehr denn je so erscheinen.
Denn er ist es einfach.
Im Leben zu sein, in der Natur,
und auch in der Liebe,
hat seine Risiken.
Man mag sich zurückhalten, aus Angst,
oder vorwärts drängen, wie es nur geht.
Irgendwo dazwischen,
findet jeder seinen Platz
oder schlägt gar Wurzeln.
Es ist allerdings ein Gezeitenbecken.
Früher oder später
wird es wieder überflutet werden
um das Leben zu erneuern.
Daher ist es vorzuziehen
flexibel zu bleiben –
sich nirgends zu sehr zu verwurzeln.
Auch bei spirituellen Wegen oder Religion.
Aber der Einfachheit halber, hier an Orten.
Selbst die besten werden schliesslich
erschöpft im Gedränge,
wenn Regeln und Vorschriften
den gesunden Menschenverstand verdrängen,
wenn Macht und Kontrolle
Liebe und Freiheit beeinträchtigen.
So wogt das Bewusstsein
im Gezeitenbecken des Lebens,
in den niederen Welten.
Aber man kann über die Dualität hinausgehen
in die spirituellen Ebenen der Seele.
Ja, das ist durchaus möglich.
Da ist Liebe und Freiheit,
Bewusstsein und Schöpfung,
göttliches Licht und Ton.
Hier ist der Funke des Lebens
von wo jeder herkommt,
und wohin man zurückkehrt –
wo die Seele zuhause ist.
Es gibt viele Meister,
wie sie auch genannt werden,
die lehren, wie man hierhin reist,
in diesem Bewusstsein wohnt,
aktiv im Hier und Jetzt.
Aber jeder Einzelne tut dies
auf seine ganz eigene Art –
leben, lieben und schliesslich
über die Dualität hinausgehen
einschliesslich der Dichotomie
von Schüler und Lehrer –
früher oder später.
Dies schliesst aus, dass einer der beiden
seinen Weg vorwärts zu gehen
ins göttliche Bewusstsein
als einzige Möglichkeit verkündet,
dies tun zu können.
Auch wenn für jeden
sein Weg der einzige ist
um im Moment durchzukommen
und das Göttliche zu erreichen,
das hier und jetzt gegenwärtig ist.
Dein Weg ist nicht mein Weg;
und mein Weg ist nicht deiner.
Jeder geht seinen eigenen Weg.
Das ist der Weg des Lebens,
der Seele und göttlichen Liebe.