Wie kann man echt sein

Wie kann man echt sein
In einer unechten Welt
Verwöhnt, verdorben
Von grossem Reichtum
Auf Arme hochgestappelt
In Gier nach Ausbeutung
Auf Profit ausgerichtet
Von Katastrophen
Und Knappheiten
Streit und Krieg
Wo auch immer
Dreh dich rundum
Durchbrich die Decke
Und auch den Boden
Ebne alle Schranken
Rund um die Seele
Schlüpf hinaus
In die Freiheit
Lieber wirklich
Statt wie vorher
Nur eine Karotte
Ausser Reichweite
So nahe baumelnd
Um drin zu bleiben
Im engen Corral
Unterm Himmel
Unendlich blau
Ein Herz der Liebe.

“Holy sham” – eine kurze Klang-Exkursion weit hinaus

Mixolydisch auf G, gewürzt – mehrfach Fujara und 8-saitige Gitarre – 4:25 – als Loop auf separatem Tab

Wie kann man echt sein? – Immer hier!

“Du brauchst keine Angst zu haben, … wir wollen dich nicht vertreiben. Wir wollen dir helfen.”
Momo nickte stumm, aber noch nicht ganz überzeugt.
“Du sagst, dass du Momo heisst, nicht wahr?”
“Ja.”
“Das ist ein hübscher Name, aber ich hab ihn noch nie gehört. Wer hat dir denn den Namen gegeben?”
“Ich”, sagte Momo.
“Du hast dich selbst so genannt?”
“Ja.”
“Wann bist du denn geboren?”
Momo überlegte und sagte schliesslich: “Soweit ich mich erinnern kann, war ich immer schon da.”

– Momo, die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte, Micheal Ende, S. 11

Wie man es schafft, echt zu sein – das Alte neu repariert

How to be real
Skulpturen vergangener und gegenwärtiger Leben von Uli Sacchet und seinen beiden Söhnen, sowie eine aus Ebenholz von Gabun

Dinge fügen sich zusammen

Dinge fügen sich zusammen
Während sie sich klären
Immer wenn es Zeit ist
Schritt für Schritt
Im Fluss des Lebens
Und der Liebe immer
In einer oder anderen Art
Wieder Energie aufzutanken
Zu nutzen, was wir haben
Klug und umsichtig
Im Bewusstsein
Woher sie kommt
Und wohin sie geht
Aber – vor allem
Wo sie jetzt ist
Und was wir tun
Lindern oder schüren
Denn es ist immer beides
Auch wenn wir vielleicht
Nur das eine sehen wollen
Oder vielleicht das andere
Statt des Gleichgewichts
Der Gegensätze in Einheit
Die jede Unebenheit ausgleicht
Oder sonst Hügel anhäuft
Und Klingen schärft
Oder Kanten abrundet
Sich halbwegs zu treffen
Stets fest verankert
In solider Harmonie
Und sanfter Stille.

“Ever again, keep going!” – das Leben geht weiter

TetraNa based – Stimme von Christina Braun, 8-saitige Gitarre von Ulrico – 3:48

“Wenn ich den Zoo leiten würde” – von Dr. Seuss

“Es ist ein recht guter Zoo”
Sagte der junge Gerald McGroo,
“Und der Kerl, der ihn leitet
Scheint recht stolz darauf zu sein.”

“Aber wenn I ihn leiten würde, den Zoo”
Sagte der junge Gerald MyGroo,
“würde ich ein paar Änderungen machen.
Das ist genau das, was ich tun würde . . .”

“Ja . . .
Das ist was ich tun würde,”
Sagte der junge Gerald McGroo.
“Ich würde ein paar Änderungen machen
Wenn I ihn leiten würde, den Zoo.”

Dinge fügen sich zusammen – in vielerlei Hinsicht

Things do come together
Schmetterling und Blume kommen zusammen – Papiliorama, Kerzers, Schweiz – Foto: Karin Gsöllpointner

Das Göttliche

Das Göttliche
Ist immer
Bei mir
Allerdings
Kein Name
Ist notwendig
Und sicherlich
Keine Marke
Die begrenzt
All das ganze
Unbegrenzte
Das freie Und
Beansprucht
Die Freiheit
Mit Setzen
Von Zäunen
Um alles herum
Zum Abreissen
Zuerst einmal
Und für alle
Zu fliessen
Mit Leben
Und Liebe
Das Göttliche
Ist immer
Bei allen
Aussen
Einen Namen
Ist besser
Für mich
So frei
Ende.

“Umbilical” – Klänge in der Stille

ReachMin oder Phrygisch dominant auf 136 Hz – mehrfach 8-saitige Gitarre – 10:05 – aus Tonaufnahmen für “Klanggeschichte”, die Geschichte: Nabelschnur über die Entwicklung der Nabelschnur

ど 道 – DŌ / MICHI – Weg

“Allen helfen ist sich selbst helfen
es ist der beste Weg!”

“Der grosse Weg hat kein Tor!”

“Was ist der Weg?
Der Weg ist kein sichtbares Ding
er ist auch kein unsichtbares Ding
er ist nichts Begreifbares
er ist nichts Unbegreifbares
suche ihn nicht
lerne ihn nicht
nenne ihn nicht
sei weit und offen wie der Himmel
und du bist auf dem Weg”

— 墨跡 Bokuseki / Tuschspuren, Tetsuo Roshi Nagaya Kiichi, S. 102, Original auf Deutsch

Das Göttliche ist überall um uns herum, immer und überall

The divine
Einsame Birke, eine Wächterin der Zeit, die in den Himmel ragt – März 2023 – Meikirch, Schweiz

Im Grunde ein Parasit

Im Grunde ein Parasit
Könnte ein Segen sein
Wenn im Gleichgewicht
Oder Erhalt gewährt
Die nötige Balance
Als gegebener Teil
Der Welt der Natur
Dann, ganz plötzlich
Mitwirkender werden
Durch den Grundsatz
Widerstand ist nötig
Um Kraft aufzubauen
Und für jede Evolution
Immunität zu erreichen
Durch starke Toleranz
Für alle Widrigkeiten
Und gute Gesundheit
Überleben sozusagen
Erst als Einzelperson
Innerhalb des Systems
Von Familie und Freunden
Gesellschaft und Spezies
Der Natur als Ganzes
Spirit, das Göttliche
Die Schöpfung Gottes
Immer mehr bewusst
Tag für Tag, im Leben
Leben für Leben, als Seele
Einfach hier und jetzt.

“To a new horizon” – den Horizont loslassen, um einen neuen zu finden

Violine von Christina Braun, Becken und Zimbeln von Ulrico – 5:55

Aus Wirbeln zusammengesetzte Strukturen

“Da Wirbel einzeln nicht existenzfähig sind, müssen sich ihre Dynamiken schliessen, z. B. dadurch, dass mehrere einander gegenseitig speisen. Ihre Rotation erzeugt Kräfte aufeinander: Bei parallelen Achsen ziehen entgegengesetzt drehende Wirbel einander an, gleich drehende stossen einander ab. … Stehen die Achsen rechtwinklig zueinander, verschwinden Kraft und entsprechende Energie, was zur Folge hat, dass sich Wirbel rechtwinklig zueinanderstellen, wenn sie durch die starke Kraft aneinandergeschoben werden. … Weil diese tri-orthogonale Anordung die geringste Energie in sich trägt, stellt sie sich von selbst ein.”

Grundzüge der deduktiven Physik, Hans Widmer, S. 85-86

Eigentlich kein Parasit – eine im Himmel verwurzelte Birke

Actually a parasite
Einsame Birke vor dem Alpen-Horizont – März 2023 – Meikirch, Schweiz

Farbiger Sand

Farbiger Sand
Neu alter Klang
Raum für Stille
Farben erblühen
Zeiten gewidmet
Leben und Liebe
Erschaffen Raum
Realisieren Träume
Offener Austausch
Meistens in Aktion
Und einige Worte
Bilder als Kontext
Musik zur Heilung
Langsam und ruhig
Essenz einstimmen
Der Geist des Jetzt
Freude zum Glück
Nahrung der Seele
Aufrecht zu stehen
Das Licht zu sehen
Den Ton zu hören
In tiefe Resonanz
Innen im Herzen
Aussen umarmen
Endlos Geschenke
Inspirieren immer
Das, was kommt
Sowie was geht
Das Kontinuum
des Göttlichen.

“Bears and butterflies” – durch farbigen Sand sieben

Diffus D#, G#/C# Phrygisch, C# Äolisch, ein Hauch G# ReachMin – Stimme, zweifach 8-saitige Gitarre, Glocken – 8:00

Sand-Mandala – Kreation und Auflösung – das Vergängliche