Prajñāpāramitā – प्रज्ञापारमिता

Prajnaparamita – प्रज्ञापारमिता – "Prajna ist Weisheit, und paramita bedeutet überqueren, oder das andere Ufer erreichen. Unser Leben kann als Überquerung eines Flusses gesehen werden." – Q1

Ist es erwähnenswert
Am besten schweigend
Eins zu eins – oder offen
Was ist der Sinn, zu geben
Wenn doch für alle sichtbar
Aber niemand es sehen will
Oder nur das, was gut passt
Im selbst gesetzten Rahmen
Allzu oft so einseitig fixiert
Dann entstehen die Risse
Passend zur Wirklichkeit 
Ohne Einschränkungen
Andere Seiten erscheinen
Doch eher früher als später
Konflikte werden beigelegt
Endlich ein für alle Mal
Wie Unkraut ausgerissen
Mit allen ihren Wurzeln
In die Hecken verbannt
Und Karma löst sich auf
Losgelöst im freien Kern
Ganz verdient jeden Schritt
Der Weg ist die Gegenwart
Nur Sein und Nicht-Sein
Praktiziere Licht und Ton
Seele und goldenes Herz
Nicht ein- noch zweiseitig
Sondern endlich ganz frei
Im Schweigen erwähnt
Damit jeder hören kann.
PentaPro / PentaNa – ruhiges Tonbeispiel – 8-saitige Gitarre – April 2021 – 1:16 Loop

Prajnaparamita – प्रज्ञापारमिता

"Wenn wir an einem windigen Tag das Rauschen in den Tannenbäumen hören, weht vielleicht gerade der Wind, und die Tanne steht einfach im Wind. Das ist alles, was sie tun. Aber die Menschen, die den Wind im Tannenbaum hören, werden ein Gedicht schreiben oder etwas Bemerkenswertes fühlen. Das ist, glaube ich, die Art, wie alles ist." – Q2

"Wenn du ganz du bist, siehst du die Dinge, wie sie sind, und du wirst eins mit deiner Umwelt. Das ist dein wahres Selbst." – Q3

Aus Zen Mind, Beginner’s Mind von Shunryu Suzuki – Q1 S. 69 – Q2 S. 88 – Q3 S. 95

Prajnaparamita – प्रज्ञापारमिता
Sanft blühende Frühlingsbaumblüten – Mai 2021 – Chanhassen, Minnesota

Einfach sein – nicht mehr

Nicht mehr und nicht weniger

Einfach sein, nicht mehr, noch weniger
Das Leben lang immer mehr und mehr
Bis schlussendlich hier und jetzt
Alles das, was war und sein wird
Nach allem endlich einfach frei
Den Moment voll zu geniessen
Die Gegenwart erblüht einmalig
Raum für Gedanken und Gefühle
Sich zu erinnern und zu träumen
Vor allem erfahren und erleben
Unanfechtbar die Wirklichkeit
Fluss des Lebens und der Liebe
Löst Erstarrung in Dogmen auf
Spült all das, was zurückstellt
Wag's loszulassen, dich zu lösen
Selbst vom Begriff der Freiheit
Was man kann, oder auch nicht
Einfach sein, nicht weniger, noch mehr.

"Just Be, No More" – eine unbeabsichtigte kurze PentaCor-Pūjā

PentaCor – 8-saitige Gitarre, Fujara, Crotales und Gongs – April 2021 – 1:20 Loop – enthält tiefe Töne
Just Be – No More
Vollmond in Begleitung von Wolken – April 2021 – Grächwil, Schweiz

Ideen kommen und gehen

Ideen kommen und gehen. Wenn man sie umsetzt, werden bestimmt mehr von ihnen folgen. Ansonsten gehen sie woanders hin. Wie bei so vielen Dingen im Leben, wenn sie geschätzt und willkommen sind, kommt mehr daher. Ein ständiger Fluss kann jedoch manchmal zu einer Herausforderung werden, damit Schritt zu halten. Aber andererseits, wenn er sich verlangsamt, neigt man schnell dazu, sich zu fragen, wo der Fluss der Inspiration denn geblieben ist.

Ausgewogenheit kann schwer zu finden sein. Selbst wenn man von der Gleichheit der Seelen überzeugt ist. Wir alle haben viel voneinander zu lernen. Das erfordert jedoch einen gegenseitigen Austausch, ein Geben und Nehmen. Ist dies zu einseitig, was sich vielleicht erst nach einer Weile zeigt, kann es auf die Dauer nicht gut ausgehen. Oder besser andersherum: Damit eine Beziehung Bestand hat, braucht es beides, ein Geben und Nehmen in einer Art Gleichgewicht. Das ist es, woran so viele Beziehungen scheitern; aber auch das, was so viele Beziehungen dauerhaft macht. Es ist die Qualität der Liebe. Oder, gegebenenfalls, deren Vorenthaltung. Das Geben und Nehmen.

Grosszügiges Geben führt zu grossem Empfangen. Zu spiritueller Freiheit. Vorenthalten führt zu Mangel. Liebe ist der Schlüssel. Und das aktive Umsetzen macht alles real, schafft den eigenen individuellen Himmel hier und jetzt.

In der Tat, Ideen kommen und gehen.

Ideas come and go
Vom letzten Frost leicht beschädigte Birnbaumblüten, gepflegt von einer Honigbiene – April 2021 – Grächwil

Go on, gone, oder Goon?

Go on – vorwärts, gone – vorbei, oder Goon – Dummkopf? Was ist es?

Das erste, vorwärts, ist die offensichtliche Wahl. Aber wie sehr ist es das zweite, vorbei, oder gar das dritte, Dummkopf? Wenn man weitergeht, vorwärts, lässt man viel zurück. Das Loslassen, die Losgelöstheit, ist ein Schlüssel zur göttlichen Liebe. Sie erweist sich als dessen Essenz. Vorwärts-gehen ist in der Gegenwart; vorbei ist in der Vergangenheit. Das Festhalten an Dingen, auf die eine oder andere Weise, führt früher oder später wohl dazu, dass man irgendwie als Dummkopf erscheint.

Progressiv versus regressiv ist meist ein deutlicher Schwerpunkt. Aber dann gibt es auch noch das Herz, den Kern oder Core. Es geht über Pro und Contra hinaus, oder Reg, wie letzteres mit seinem rückwärtigen Halt auch genannt wird.

Für eine solide Grundlage hat eine gute Verankerung idealerweise beides, einen entschlossenen Blick nach vorn sowie einen scharfen, aber nachsichtigen nach hinten. Dann kann man ein gesundes Gleichgewicht realisieren. Das lässt sich als grundlegendes Gesetz der Harmonie bezeichnen, das allgemein gilt, in der Musik und im Leben.

Um einfach zu bleiben, ist es am besten, sich auf das zu konzentrieren, was ist, und von hier aus jetzt vorwärts zu gehen. Was vergangen ist, ist für immer vorbei. Und sich in dem zu verlieren, was vielleicht je sein wird oder auch nicht, kann einen mehr oder weniger zu einem Dummkopf machen. Gehen wir also vorwärts, und begrüssen das Mantra von Leben, Liebe, Ton und Licht! Das Paradies ist hier und jetzt, genau in diesem Moment.

Go on, gone, or goon?
Birnbaum-Blütenknospen mit letztem Schnee, bereit zu blühen – April 2021 – Grächwil

Spirituelle Freiheit

Etwas war so enorm segensreich
und auf einmal ist es nicht mehr so
sauer geworden, deprimierend, Alptraum
höchste Zeit, es loszulassen, wegzugehen
wenn ein Lebensmittel, iss es nicht mehr
wenn eine Person, kappe den Kontakt
wenn Religion, nimm gesunden Abstand
es gibt keinen Grund, es zu verurteilen
das Leben trainiert immer aus erster Hand
Antworten werden durch Fragen gebildet
wenn sie ungehindert auftauchen dürfen
mit Vorurteilen und Haltungen erkannt
Entropie und Syntropie bieten eine Wahl
Progression schreitet spirituell vorwärts
Regression zurück zum Vergangenen
Spontaneität ist im gegenwärtigen Moment
und Verknöcherung bringt starres Dogma 
solch gegensätzliche Spaltung der Dualität
Einheit ist in der Tat als Seele zu finden
in göttlichem Bewusstsein und Liebe
ein Mittelweg gesunden Gleichgewichts
losgelöst, weder für noch dagegen
leben und leben lassen, in Liebe zu Gott
im Zusammenarbeiten mit allem, was ist
sein lassen, oder besser nicht, was nicht ist
das ist ein Teil der spirituellen Freiheit.

“Happy Sadness or Sad Happiness?” – ein kontemplatives Gebet

Äolisch – 8-saitige Gitarre und zweifach Stimme – 3:04 – enthält tiefe Töne – auch verfügbar als Loop auf separatem Tab

"Alle Dinge unter dem Himmel entstehen im Sein. Das Sein entsteht im Nichtsein."
– aus Vers 40 des
Tao te king/Daodejing 道德经 von Laotse/Laozi (Diederichs 1972, S. 83)

Spiritual Freedom
Wiederkehrende Tulpen feiern den Frühling – März 2021 – Grächwil, Schweiz